Struktur: eine Minute Ziel klären, zwei Minuten spielen, eine Minute Rollen tauschen, eine Minute auswerten. Beobachtende achten auf Worte, Ton und Wirkung. Diese knappe Taktung zwingt zu Präzision, verhindert Abschweifen und bietet dennoch ausreichend Raum, um Haltung, Grenzen und Bitten zu verankern.
Beschreiben, ausdrücken, wünschen, Konsequenzen benennen: kurz, konkret, freundlich. Beispiel: „Wenn Mails nachts kommen, schlafe ich schlechter; bitte sende tagsüber, sonst stelle ich Benachrichtigungen aus.“ Im Spiel hörst du Wirkung, korrigierst Nuancen, und findest eine Fassung, die zugleich klar, respektvoll und realistisch bleibt.
Eine spitze Bemerkung verletzt. In der Szene atmest du zweimal bewusst, benennst Wirkung und stellst eine neugierige Frage statt Gegenschlag. Das Team beobachtet, ob Stimme weich bleibt und ob eine Bitte folgt. Auswertung: Welche Worte entgifteten, und wo half bewusste Stille am stärksten?
Spielt eine wütende Anruferin und einen ruhigen Servicemitarbeiter. Trainiert hörbares Nicken, Echoing und klare Zusagen über nächsten Schritt. Nutzt Formulierungen wie „Ich sehe, wie ärgerlich das ist“ bevor Lösungen kommen. Erkennt, wie Würdigung Emotionen senkt und Lösungsbereitschaft eröffnet, selbst wenn die Ursache bleibt.
Lehrkraft, Schüler, Beobachterin: Eine Regel wurde missachtet. Statt Strafe übt ihr restaurative Fragen: Was ist passiert, wen hat es betroffen, was brauchst du, damit es besser wird? So trainiert ihr Zugehörigkeit, Verantwortung und Wiedergutmachung, ohne Gesichtsverlust, aber mit klaren, vereinbarten nächsten Schritten.
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